Kultur
130 Jahre Sterzinger Hütte
18.06.2026
Am Herzjesu-Sonntag (14. Juni) feierte die AVS-Ortsstelle Sterzing der Sektion Wipptal im hintersten Burgumer Tal das 130-jährige Bestehen der Sterzinger Hütte.
Ortsstellenleiter und Hüttenwart Markus Siller begrüßte über 50 Gäste und umriss die wechselvolle Geschichte der Hütte: 1888 errichte die Sterzinger Sektion des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) die Hütte zunächst als einfache Baracke aus Holz. Im darauffolgenden Jahr folgte an dieser Stelle ein Mauerbau, der ab 1896 den Namen „Sterzinger Hütte“ trug. 1922, nach der Enteignung durch das faschistische Regime, war die Hütte de facto sich selbst überlassen. Anfang der 1980er Jahre setzte sie die damalige AVS-Sektion Sterzing wieder in Stand und bewirtschaftete sie.
Bei geodätischen Messungen Anfang der 2000er Jahre stellte sich heraus, dass die Hütte auf dem Grund der Alminteressentschaft stand und nicht wie bisher angenommen auf Domänengrund. Um legale Probleme zu verhindern, musste die Hütte wieder geschlossen werden. Nach längeren Verhandlungen konnte der Grund erworben werden und die Hütte wurde 2016 als Selbstversorgerhütte wieder eröffnet. Sie erfreut sich größter Beliebtheit und ist nahezu den ganzen Sommer ausgebucht.
Diakon Roman Aukenthaler zelebrierte bei der Jubiläumsfeier einen Wortgottesdienst und bezeichnete die Hütte als Kraftplatz, der Körper und Seele in Einklang bringt. Martin Knapp, Referent für Hütten und Wege in der AVS-Landesleitung, überbrachte die Grüße der Landesleitung und betonte die wachsende Sehnsucht des Menschen nach Ruhe und Sicherheit, die sie insbesondere auf dieser Hütte finden. Bei gemütlichem Beisammensein mit Speisen, Getränken, Ziehharmonika- und Gitarrenklängen klang die Feier aus.
(Foto © Martin Knapp)