Gesundheit
Stärkere Vernetzung zwischen Regionen
30.06.2026
Das Gesundheitssystem arbeitet weiter an der Verkürzung von Wartezeiten. Auch Regionen sollen zunehmend vernetzt werden. Landesrat Hubert Messner, Vertreter der nationalen Agentur für regionale Gesundheitsdienste AGENAS sowie Führungskräfte der Gesundheitseinrichtungen in Südtirol analysierten kürzlich aktuelle Daten eines nationalen Monitoringsystems.
Die neue nationale Plattform PNLA (Piattaforma Nazionale Liste di Attesa) sammelt Daten zu den Wartezeiten aus allen Regionen Italiens und macht sie öffentlich vergleichbar. Eine Analyse der Südtiroler Daten hat ergeben, dass viele Fachbereiche stabil arbeiten. In den Bereichen Neurologie und Urologie besteht bei den Wartezeiten jedoch noch Verbesserungsbedarf. Auffällig ist der Unterschied zwischen angebotenen Terminen und deren tatsächlicher Annahme durch Patienten. Immer wieder bleiben kurzfristig verfügbare Termine ungenutzt, obwohl diese dazu beitragen könnten, die Wartezeiten zu verkürzen.
Beim Treffen wurde u. a. darüber diskutiert, wie vorhandene Ressourcen besser genutzt und Engpässe schneller erkannt werden können. Neben verlässlichen Daten und klaren Prozessen ist dazu auch eine gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten erforderlich.
Auch strukturelle Maßnahmen wurden besprochen. Die konstante Rolle der Hausärzte als erste Anlaufstelle sowie eine gezielte Steuerung der Krankenhausleistungen sollen dabei helfen, Wartezeiten nachhaltig zu senken. Gleichzeitig wurde die Bedeutung gemeinsamer Standards und der Vergleichbarkeit zwischen den Regionen betont.
Im Bild (v.l.) der Direktor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, Christian Kofler, der Datenanalyst bei AGENAS, Federico Gioia, der Verwaltungsdirektor Luca Armanaschi, der medizinische Experte bei AGENAS, Antonino Urso, die Leiterin der Abteilung für Gesundheitsstatistik bei AGENAS, Maria Pia Randazzo, der Gesundheitslandesrat Hubert Messner, die Verantwortliche für die Gesundheitsversorgung (RUAS), Elisabeth Montel, die Direktorin des Amts für Krankenhaus- und ambulante fachärztliche Leistungen, Magda Cavallucci, der Ressortdirektor Michael Mayr und die Sanitätskoordinatorin des Gesundheitsbezirks Bruneck, Roberta Vanzetta. Sie alle nahmen am Treffen zum Abbau der Wartezeiten im Gesundheitswesen teil. (Foto: LPA/Viktoria Huber)