Gesundheit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache in Südtirol
29.09.2026
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Zum Weltherztag am 29. September weist das Gesundheitsressort darauf hin, wie wichtig ein gesunder Lebensstil und eine wirksame Vorbeugung sind.
"Herzgesundheit beginnt mit Prävention: Bewegung, ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Tabak und ein maßvoller Umgang mit Alkohol können viel dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Gleichzeitig sei es wichtig, die Warnzeichen eines Herzinfarkts zu kennen und im Notfall rasch zu handeln. Denn gerade bei einem Kreislaufstillstand können die ersten Minuten entscheidend sein.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben 2022 weltweit circa 19,8 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele dieser Erkrankungen lassen sich laut WHO vermeiden oder ihr Risiko kann deutlich gesenkt werden. Auch in Südtirol zeigen die Zahlen die Bedeutung des Themas. Laut Gesundheitsbericht 2024 sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 30,3 Prozent aller Todesfälle die häufigste Todesursache. 2024 wurden 6.552 Krankenhausentlassungen wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen registriert. Darunter waren 1.145 Fälle von ischämischen Herzerkrankungen und 609 akute Herzinfarkte. Ischämische Herzerkrankungen waren zudem für 295 Todesfälle verantwortlich.
Umso wichtiger sind regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin sowie das rechtzeitige Abklären von Beschwerden, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Diese Schwerpunkte entsprechen auch der Präventionsstrategie des Landes, die Gesundheit im Alltag stärken will. "Herzgesundheit beginnt nicht erst dann, wenn wir krank sind, sondern vor allem mit dem, was wir jeden Tag für unsere Gesundheit tun", so Messner.
Wichtig ist auch, umgehend auf Warnzeichen eines Herzinfarkts zu reagieren. Zu den Symtomen zählen Schmerzen oder Druck in der Brust, Beschwerden mit Ausstrahlung in Arm, Schulter, Rücken oder Kiefer, Atemnot, Übelkeit, Schwindel, kalter Schweiß oder Blässe und bei Frauen auch Oberbauch- oder Rückenschmerzen, Atemnot und extreme Erschöpfung. Treten diese Beschwerden auf, sollte sofort Hilfe geholt werden (Notrufnummer 112).
(Foto © LPA/Tiberio Sorvillo)