Zwei zurückgetretene Ratsmitglieder des Gemeinderates mussten auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Brenner am Donnerstag (2. Juli) ersetzt werden. Zudem wurde über die Verwendung des freien Teiles des Verwaltungsüberschusses von 2025 abgestimmt.
Für die zurückgetretene Gemeinderätin Sandra Pederzini (Fratelli d’Italia) rückt Angelo Miele, der erste Nichtgewählte auf der Liste, in den Gemeinderat nach. Auf Brigitta Schölzhorn, die vor kurzem ebenfalls ihren Rücktritt erklärt hatte, folgt im Gemeinderat Robert Holzer. Beide wurden von den Räten einstimmig bestätigt. Auf Gegenwind stieß hingegen der Vorschlag von Bürgermeister Martin Alber zur Wahl eines neuen Referenten, der Franz Schwitzer aus Pflersch vorschlug. Armin Keim von der „Freien Liste Gemeinde Brenner“ betonte, dass seine Liste zu einer Zusammenarbeit im Ausschuss durchaus bereit gewesen wäre, mit ihnen jedoch keine Gespräche geführt worden seien. Edeltraud Zössmayr fand es hingegen schade, dass die Wahl nicht auf eine Frau gefallen sei. Mit acht Ja-Stimmen der SVP und von „Fratelli d’Italia“ wurde Schwitzer schließlich anstelle von Schölzhorn zum neuen Referenten gewählt, die „Freie Liste“ sprach sich dagegen aus. Schwitzer wird die Agenden, die er bereits innehat, künftig weiterführen, zudem wurde ihm von Bürgermeister Alber der geförderte Wohnbau übertragen; die Frauenagenden gehen indes an Verena Marcassoli.
Überschuss verteilt
Nachdem der Gemeindehaushalt samt Verwaltungsüberschuss bereits bei der vorhergehenden Sitzung genehmigt worden war, wurde nun die Verwendung des freien Teiles des Verwaltungsüberschusses in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro mit knapper Mehrheit (6 Ja – SVP, 5 Nein – Freie Liste, 1 Enthaltung – Fratelli d’Italia) gutgeheißen. Davon wurden 350.000 Euro für die außerordentliche Instandhaltung von Brücken und Asphaltierungen, 187,116 Euro für die Sanierung und Erweiterung des Vereinshauses von Pflersch, 130.000 Euro für einen außerordentlichen Beitrag für die Freiwillige Feuerwehr Gossensaß und 100.000 Euro für die Verlegung von Brücke und Straße beim Mesnerhof reserviert. 80.000 Euro fließen in einen Ideenwettbewerb für die Neugestaltung des Ortszentrums in Gossensaß, 80.000 Euro in den Umbau der Marktbar am Brenner und 75.000 Euro in den Umbau des Rathauses in Gossensaß. 33.000 Euro verschlingt der Anteil der Gemeinde Brenner am Defizit von 2025 im Bezirksseniorenwohnheim, 32.000 Euro die Verlegung der Gemeindestraße Kogbach (technische und wirtschaftliche Machbarkeit). 21.000 Euro sind für den Ankauf von Geräten und Maschinen im Kapitel „Straßen“ vorgesehen, jeweils 20.000 Euro für die öffentliche Beleuchtung, die außerordentliche Instandhaltung der Schulen sowie die Einrichtung von Kindergärten und Schulen. 10.000 Euro werden in den Ankauf eines Müllcontainers investiert, je 5.000 Euro in einen außerordentlichen Beitrag an den AVS und an die Tourismusgenossenschaft für die Instandhaltung der Wege.
In Kürze
Im Zuge einer Grundstücksregelung in Gossensaß wurde einem Grundtausch mit Florian Silbergasser, Roman Kral und Dietmar Schneider sowie einem Grundverkauf an Valentina Pieri bei einer Enthaltung von Miele mehrheitlich zugestimmt.
Die Verordnung über die Zuweisung der Flächen für den geförderten Wohnbau wurde bei sechs Enthaltungen (Freie Liste, Fratelli d’Italia) ebenfalls mehrheitlich genehmigt.
Ohne Gegenstimme wurde die Verordnung über die Anwendung der Gebühr für die Bewirtschaftung der Hausabfälle abgeändert. Der Stellenplan der Gemeinde wurde ebenfalls ohne Gegenstimme aktualisiert.