Kultur
Tagung: Der rote Faden der Kooperation
16.05.2026
Historische und gegenwärtige Formen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Alpenraum stehen am 20. Mai in der Festung Franzensfeste im Mittelpunkt der internationalen Tagung „Der rote Faden der Kooperation. Formen der Zusammenarbeit im Alpenraum von der Frühen Neuzeit bis heute“. Organisiert wird sie vom Zentrum für Regionalgeschichte in Zusammenarbeit mit der Festung.
Die Tagung lädt dazu ein, den Alpenraum nicht primär als historische Trennlinie zu betrachten, sondern als Raum vielfältiger Kontakte, des Austauschs und langfristiger Verflechtungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wirtschaftliche, politische und kulturelle Akteure über Jahrhunderte hinweg Initiativen zur Zusammenarbeit über politisch-administrative Grenzen hinweg entwickelten.
Zehn Fachleute von verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten analysieren dabei aus einer langfristigen historischen Perspektive Kooperationsformen von der Frühen Neuzeit bis zur jüngeren Zeitgeschichte. Der im Titel aufgegriffene „rote Faden“ verweist sowohl auf diplomatische Netzwerke, familiäre Allianzen und Handelsbeziehungen früherer Jahrhunderte als auch auf Kooperationsinitiativen regionaler Regierungen im 20. Jahrhundert und aktuelle europäische Strategien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, etwa im Rahmen von ARGE ALP, Alpe-Adria, COTRAO und der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Die Referenten beleuchten politische, soziale und wirtschaftliche Aspekte der Zusammenarbeit mit besonderem Fokus auf den Süd-/Tiroler Raum und angrenzende Regionen. Ziel der Tagung ist es, neue Forschungsergebnisse zu präsentieren, eine vergleichende Perspektive zu eröffnen und einen Blick auf gegenwärtige Formen der Kooperation zu ermöglichen.
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich. Eine Verdolmetschung der Referate (Deutsch–Italienisch / Italienisch–Deutsch) ist vorgesehen.